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Digitale Bildkulturen
Die erste Buchreihe, die sich systematisch mit der ästhetischen, gesellschaftlichen und politischen Dimension von Bildphänomenen des Digitalen beschäftigt.
Ob wir wollen oder nicht, unsere Welt verändert sich durch die Digitalisierung: Bilder erleben einen enormen Bedeutungszuwachs. Mit Smartphones lassen sie sich schneller, variabler und professioneller denn je herstellen, und dank der Sozialen Medien sind sie nahezu beliebig zu verbreiten und zu teilen.
Erstmals können sich Menschen mit Bildern genauso selbstverständlich austauschen wie mit gesprochener oder geschriebener Sprache. Der schon vor Jahren proklamierte »Iconic Turn« ist Realität geworden. Daraus ergeben sich zahlreiche neue Formen und Funktionen von Bildern. Selfies, Meme, Fake-Bilder oder Bild proteste haben zwar Vorläufer in der analogen Welt, sind aber nur aus der Logik und Infrastruktur der Sozialen Medien heraus verständlich.
Bisher fehlen passende Kriterien zur Einordnung der digitalen Bildkultur. Die Bände der Reihe »Digitale Bildkulturen« beschäftigen sich mit den wichtigsten digitalen Bildphänomenen, sie greifen Debatten auf oder stoßen sie an, bieten fachkundige Überblicke und wagen erste Thesen.
Der Wagenbach Verlag setzt damit seine Tradition der gesellschaftlich-kritischen Einmischung konsequent fort und zeigt sein nachhaltiges Interesse an ästhetischen Fragen: wie schon in der Kleinen Kulturwissenschaftlichen Bibliothek, getreu der Methode Aby Warburgs, Bildpraktiken unabhängig von ihrem Ort innerhalb der Kultur ernst zu nehmen und in größere kulturelle und soziopolitische Zusammenhänge zu stellen.
Seit Mai 2020 gibt es zu "Digitale Bildkulturen" auch einen YouTube-Channel; auf ihm finden sich Videoessays sowie Aufzeichnungen von Veranstaltungen der Autor*innen der Reihe.