Out now: Netzfeminismus – Strategien weiblicher Bildpolitik

Endlich ist es soweit: „NETZFEMINISMUS – Strategien weiblicher Bildpolitik“ ist veröffentlicht und kann ab sofort ausgeliefert – oder als E-Book erworben werden.

In dem Buch habe ich feministische Diskurse im Netz zusammengetragen, die sich hauptsächlich visuell – über Bilder, Videos und Meme – artikulieren: sowohl im Bereich der (Social-Media-)Kunst als auch innerhalb eines politisch ambitionierten Aktionismus, an dem sich in Netz jede*r beteiligen kann. Was sind die Themen und Ziele von „Empowerment“ oder Body Positivity? Wie werden diese mit den verschiedenen Formaten und auf den unterschiedlichen Plattformen im Social Web verfolgt und umgesetzt? Wieso eignet sich das Netz besonders gut dazu, Aufmerksamkeit zu erzeugen und viele Menschen für die eigenen Anliegen zu mobilisieren?  Und nicht zuletzt interessiert mich, wie wirksam solche Debatten sind, bei denen es scheint, als würden sie nur noch versuchen, die eigene Dynamik aufrecht zu erhalten,

Es ging mir darum, die Themen, Fragestellungen und Ziele kulturhistorisch einzuordnen. Auch um eine – oft wiederum feministische – Kritik an den feministischen Bildstrategien zu ergründen und versuchsweise ernst zu nehmen: Inwieweit ist die Affirmation des Weiblichen (wenn sich eine Netzkünstlerin in Unterwäsche oder Minirock tagtäglich vor der Kamera räkelt) eine Untergrabung oder eine Bestätigung des männlichen Blicks, der doch bekämpft werden soll? Wo auf der einen Seite eine spezifisch ‚weibliche‘ Bildpolitik entwickelt wird, kritisiert man auf der anderen die Zurschaustellung des weiblichen Körpers und Selbstbehauptung durch Mode oder Make-Up scharf. Ein alter Konflikt, der im Netz aber deutlich sichtbarer ist und an Brisanz gewonnen hat.

„Netzfeminismus – Strategien weiblicher Bildpolitik“ ist ein Band der neuen Reihe „Digitale Bildkulturen“ im Verlag Klaus Wagenbach, die ich zusammen mit Wolfgang Ullrich herausgebe. Ebenfalls heute erscheint sein Band „Selfies – Die Rückkehr des öffentlichen Lebens.“ Im Herbst erscheinen dann die beiden nächsten Bände: Kerstin Schankweiler schreibt über Bilder politischen Protests und Joachim Bessing über Emojis.

Begleitend zu den Büchern gibt einen Blog:
www.digitale-bildkulturen.de

In der aktuellen Ausgabe von „brand eins“ konnten Wolfgang Ullrich und ich zudem bereits über ausgewählte Bildphänomenen im Netz schreiben: nachzulesen hier.

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