Emojis, Promis, Kunst und der lachende Andalusier – News

Untertitel-Meme

Neben der Webserie von Know Your Meme, für die übrigens seit wenigen Wochen wieder neue Videos produziert werden (nachdem sie 2012 eingestellt wurde), und Behind The Meme gibt es seit zwei Jahren auch in Deutschland eine Serie, die sich mit Internetphänomenen auseinandersetzt: 15 Minutes of Fame. Allerdings handelt es sich dabei nicht um ein Online-Format, sondern die Filme werden erst im Fernsehen (ZDFinfo) ausgestrahlt, bevor sie auch im Netz zu sehen sind.

In der jüngsten Folge wird „Der lachende Andalusier“ besprochen, ein Untertitel-Meme, das auf einer andalusischen Fernsehsendung-Sendung von 2007 basiert. Das Lachen von El Risitas wird auch heute noch, zehn Jahre später, als Schablone für diverse parodistische Versionen verwendet. So ist der andalusische Komiker mal ein Apple-Ingenieur, der das neue Macbook vorstellt, und im nächsten Video ein UK-Experte, der über den Brexit spricht.

Auch ich wurde eingeladen, das Untertitel-Meme zu kommentieren.

 

Schön, reich und kunstaffin

2014 und 2015 war ich im schönen Engadin, genauer: in St. Moritz. Aus dieser Erfahrung leitet sich die Glosse über Promis und Kunst ab, die ich für das art Magazin verfasst habe. Mit Beispielen für 1. absurde Auftragskunst und 2. Promis, die in ihrer Freizeit malen (Pierce Brosnan, Silvester Stallone, Brad Pitt). Ja, die Beziehung von High Society und Kunst ist nicht neu, treibt aber gerne absurde Blüten.

Hier geht es zum Text.

Auch in meinem Geburtsjahr, 1989, hat Pierce Brosnan schon gemalt.

 

Digitale Denkmalsetzung

Bei den Gemälden von Frida Kahlo verhält es sich wie mit den Märchen der Gebrüder Grimm: Wenn man an sie denkt, kommen einem viele schöne, freudige Geschichten in den Sinn. Aber eigentlich sind sie blutrünstig und gruselig.

In den letzten Jahren war Frida Kahlo bereits zu einer Kultfigur des Netzfeminismus geworden – und das nicht nur wegen der üppigen Augenbrauen und dem Damenbart. Es überrascht daher nicht, dass sie nun auch eine eigene Emoji-Kollektion bekommt: die FridaMojis. In einem weiteren Text für das art Magazin frage ich mich, wie und wofür die einzelnen FridaMojis verwendet werden können. Und ob diese Art der digitalen Denkmalsetzung Frida Kahlo in eine Grimmsche-Märchen-Falle lockt – und als kitschig-naiv banalisiert – oder doch adäquat ist.

Hier entlang zum Text.

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